Get Der Zahlungsverkehr in Deutschland PDF

By Konrad Mellerowicz

ISBN-10: 3322983358

ISBN-13: 9783322983350

ISBN-10: 3322990680

ISBN-13: 9783322990686

Die moderne Wirtschaft ist keine Natural-, sondern eine Geldwirtschaft. Ihre Grundlage ist nicht der Tausch, sondern der Kauf. Das Geld ist hierbei der Mittler: es wird zum Zahlungsmittel. Die fortgeschrittenen Methoden der Produktion haben zu einer sehr weit­ gehenden Arbeitsteilung und Spezialisierung geführt, damit aber zu einer Allverbundenheit und daher einer überaus großen Komplizierung der Wirtschaft. Diese Entwicklung der Technik und der Wirtschaft macht es notwendig, entsprechende Methoden des Zahlungsverkehrs einzuführen, Methoden, die arbeitsparend, schnell durchführbar und vereinheitlicht sind. Das ist nichts anderes als eine Anpassung des Zahlungsverkehrs an den technisch-wirtschaftlichen Fortschritt. Daher mußte neben dem Bar­ verkehr in steigendem Maße der bargeldlose Zahlungsverkehr durch­ geführt werden. Seine Formen sind insbesondere Scheck und Überweisung, beide an eine Kontenführung bei Banken oder Sparkassen gebunden. Diese an sich nur natürliche Entwicklung des bargeldlosen Zahlungsver­ kehrs, zunächst nur entwickelt, um die Zahlungsvorgänge einer arbeits­ teiligen Wirtschaft zu rationalisieren, hat aber auch eine weitreichende bankpolitische Auswirkung, und dies sowohl für die Geschäftsbanken als auch die Zentralnotenbank. Denn der bargeldlose Zahlungsverkehr ist Grundlage der Kreditschöpfung. Diese aber ist Kaufkraftschöpfung in genau demselben Maße wie die Notengeldschöpfung der Zentralnotenbank, nur daß letztere dabei die so wichtige Aufgabe der Stabilität der Währung zu erfüllen hat - als allein verantwortliche Stelle -, während die übrigen Kreditinstitute diese Verantwortung nicht tragen, obschon auch sie den Geldumlauf durch ihre Kreditschöpfung stark beeinflussen können. Wäh­ rend die Notenbank an die Grenzen der Notenemission sehr bald stößt, finden die übrigen Kreditinstitute diese Grenze "in sich" nicht.

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47 Für den Zahlenden wird bei Anwendung des Durchschreibeverfahrens die Schreibarbeit bei Ausfüllung einer Überweisung auf ein Minimum herabgedrückt. Dennoch ergibt sich eine größere Belastung als beim Scheck, da bei der Überweisung die Kontoverbindung des Empfängers angegeben werden muß. Die Arbeit bei der Ausfüllung des Sammelauftrages bei Einreichung mehrerer Überweisungen wird beim Scheckverkehr aufgewogen durch das Ausschreiben eines Sammeleinreichungsformulars beim Scheckeinzug. Auch hier muß man beim Vergleich der beiden Zahlungsverkehrsmittel stets die Gesamtbelastung durch Zahlung und Empfang berücksichtigen, da ja jeder Wirtschaftsbetrieb Zahlungen leistet und empfängt.

Die direkte Einsendung des Schecks an die bezogene Bank kommt heute nur noch vor, wenn die Größe des Scheckbetrages oder andere Gründe eine beschleunigte Erledigung des Zahlungsvorganges verlangen. Das Scbeckeinzugsverfahren Im re gel r e c h t e n Scheckinkassoverkehr, der für die bei weitem meisten Verrechnungsschecks heute in Frage kommt, erfolgt die Weiterleitung genau in der Weise wie bei einer Überweisung, aber in umgekehrter Richtung. Die KontosteIJe des Scheckinhabers gibt den Scheck entweder direkt an das einlösende Geldinstitut oder über eine Zwischenstelle zur Einlösung, wobei die Kontostelle des Scheck:inhabers die Zwischenstelle und diese die Einlösungsstelle sofort belastet mit dem Vermerk "Eingang vorbehalten".

Durch die Eröffnung eines A k k red i t i v s stellt eine Bank im Auftrag eines Kunden dem Begünstigten entweder selbst oder durch eine zweite Bank einen bestimmten Betrag zur Verfügung. Dieser Betrag wird dem Begünstigten aber nicht sofort gutgeschrieben oder ausgezahlt, sondern die Bank wartet die Verfügung des Begünstigten ab, der den akkreditierten Betrag innerhalb einer bestimmten Frist ganz oder teilweise, in der Regel auch in Teilbeträgen abfordern darf 1). Im allgemeinen ist mit der Eröffnung eines Akkreditivs bei einer ~nderen Bank nicht die gleichzeitige Überweisung des auszuzahlenden Betrages verbunden.

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